Ergotherapie bedient sich komplexer, handlungsorientierter Methoden und Verfahren. Es werden funktionelle, spielerische, handwerkliche und gestalterische Techniken eingesetzt zuzüglich
lebenspraktischer Übungen. Dabei kommen spezielle Therapiematerialien zum Einsatz. Darüber hinaus beinhaltet Ergotherapie Beratungen zur Schul-, Arbeitsplatz-, Wohnraum- und Umfeldanpassung und
die umfassende Beratung von Hilfsmitteln. Der Begriff "Ergotherapie" stammt aus dem Griechischen und besagt soviel wie:
Gesundung durch Handeln und Arbeiten.
Abb.1: Paediatrieraum
Ergotherapie ist ein anerkanntes Heilmittel
Der therapeutische Wert der Ergotherapie wird im Vergleich zu anderen Methoden vom Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen als medizinisch notwendig und wirtschaftlich erachtet
und ist deshalb ein anerkanntes Heilmittel. Dr. Hammond hat dies für Rheumapatienten erst kürzlich in der Studie: Annals of the Rheumatic Diseases bestätigt.
Während Physiotherapie rein motorisch, also auf Bewegung ausgerichtet ist, hat die Ergotherapie einen ganzheitlich orientierten Ansatz, der nicht einzelne Bewegungen, sondern jeweils das ganze
System: Bewegung - Wahrnehmung - Aufmerksamkeit und Koordination schult.
Behandelt werden Erwachsene, Kinder sowie Behinderte, für die jeweils speziell ausgerichtete Therapieformen, innerhalb der Ergotherapie, zur Anwendung kommen.
Jede Behandlung beginnt mit einem Anamnesegespräch und einer ausführlichen Befundung zwecks genauer Zielsetzung und Erstellung eines individuellen Therapieplanes.